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Urlaub in Istrien - Der Nationalpark Brijuni

Der Nationalpark Brijuni-Inseln ist besser bekannt unter dem italienischen Namen "Brionische Inseln". Die Inselgruppe liegt an der Südwestküste der istrischen Adria. Sie liegt nur wenige Kilometer vor der Touristenstadt Pula und ist bequem mit dem Schiff zu erreichen. Insgesamt erstreckt sich der Nationalpark auf 36 Quadratkilometer. Brijuni besteht aus zwei Hauptinseln "Veli Brijun" und "Mali Brijun"und zwölf weiteren kleinen Inseln und Riffen. Dreizehn Inseln sind unbesiedelt, nur auf der größten "Veli Brijun" befinden sich Hotelanlagen. 1983 wurde die gesamte Insel zum Nationalpark erklärt. Unter Schutz steht nicht nur die gesamte Inselgruppe, sondern auch das umgebende Meer. Tagesbesucher der Insel können nur organisierte Ausflüge auf die Inseln buchen, Hotelgäste haben die Möglichkeit, die Inseln auf eigene Faust zu erkunden. Fazana, ein kleiner Ort nordwestlich von Pula gelegen, ist der günstigste Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nationalpark.

Das milde Klima und die hohe Luftfeuchtigkeit führen zu einer üppigen mediterranen Vegetation. Auf den Inseln wachsen etwa 680 verschiedene Pflanzenarten, die in Istrien gefährdet sind. Unter anderem finden Sie hier Stechpalmen, Erdbeerbäume, Myrten und Manna-Eschen. Es gibt aber auch importierte Arten wie Mammutbäume, Pinien, Zedern, Kakteen und Palmen, die hier wachsen und gedeihen. Außerdem leben etwa 250 verschiedene Vogelarten, so zum Beispiel auch der Kormoran, auf den Inseln. Für Familien mit Kindern ist ein Besuch des Safariparks auf "Veli Brijun" empfehlenswert. Hier leben Elefanten, Lamas, Zebras und Antilopen.

Die Brijunischen Inseln waren schon in antiker Zeit bewohnt, archäologische Spuren weisen auf Besiedelung schon um etwa dreitausend vor Christi auf. Im Jahre 177 nach Christi fiel die Insel an das Römische Reich. An der Westseite "Veli Brijun" liegt in einer Bucht ein Byzantinisches Kastrum, das aus dem fünften bis sechsten Jahrhundert stammt. Sie stellte einen Schutz vor Seeräubern dar. Aus dieser Zeit stammt auch die Basilika der Heiligen Maria aus dem fünften Jahrhundert und die Kirche Sankt Petrus aus dem sechsten Jahrhundert, die sich neben dem Kastrum befinden.
Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurden die Inseln 1947 zur Sommerresidenz des damaligen Präsidenten Tito. Für Touristen war die Insel in dieser Zeit gesperrt. Nach Titos Tod 1980 wurde sie von seinem Nachfolger übernommen. 1983 wurde sie für Touristen wieder freigegeben.




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