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Urlaub in Istrien - Hum

Hum, die kleinste Stadt der Welt, liegt im zentralen Istrien auf einem Hügel über dem Mirna-Tal. Bis nach Buzet sind es etwa vierzehn Kilometer. Istriens Hinterland versteckt viele kleine, mittelalterliche Städte. Besonders Hum besitzt eine magnetische Anziehungskraft auf Touristen. Auf einer Fläche von nur 100x35 Metern leben zur Zeit siebzehn Einwohner. Wenn Sie die Stadt besuchen, werden Sie das Gefühl haben, in einem anderen Jahrhundert gelandet zu sein. Sein heutiges Aussehen hat Hum bereits im elften Jahrhundert bekommen. Auf den Resten der Befestigung wurde die Burg von Hum gebaut, gleich daneben eine Reihe Häuser. Durch mehrere Kriege wurden die Häuser immer wieder zerstört und im sechzehnten Jahrhundert im Uskokenkrieg niedergebrannt. Doch die Stadt wurde immer wieder neu aufgebaut und die Häuser ausgebaut. Heute ist Hum eine Denkmal-Stadt, denn innerhalb der ursprünglichen Stadtfestung wurde nicht mehr neu gebaut.

Von Hum aus führt eine etwa sieben Kilometer lange Straße bis ins benachbarte Städtchen Roc. Diese beiden Städte werden durch die Gedenkallee der Glagoliten verbunden. An dieser Allee liegen elf Denkmäler, das Stadttor von Hum aus dem Jahre 1562, bildet das Ende der Glagoliterallee. Im achten Jahrhundert wurden die glagolitischen Schriftzeichen von den Slawen erfunden. Diese Schrift setzte sich als Kirchen- und Literaturschrift durch. An der glagolitischen Schrift wird auch heute noch, zum Ausdruck der slawischen Nationalkultur, festgehalten. Die romanische Kapelle am Friedhof beeindruckt durch seine wertvollen byzantinischen Freskenreste aus dem zwölften Jahrhundert. Diese Fresken sind wohl die ältesten und am besten erhaltenen Kunstwerke in der Region.

Für kulinarische Genüsse im mittelalterlichen Stil sorgt das einzige Wirtshaus, die "Humska konoba". Ein typisches, sehr verbreitetes Gericht, sind die istrischen Maultaschen "Fuzi" mit Trüffeln. Als Verdauungsschnaps ist der "Humska biska", ein hausgemachter Schnaps, sehr zu empfehlen. Der Schnaps wird aus Trester, Mistel und vier Kräutersorten zubereitet. Trester ist ein Rückstand, der beim Pressen von Oliven und Weintrauben übrig bleibt. Das Rezept für "Humska biska" ist bereits tausend Jahre alt.




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